
Workshop „Polnisch-deutsch-jüdische Beziehungen in den zeitgenössischen Medien: Narrative und Stereotypen“
Am 8. November 2022 fand ein weiterer Workshop in der Reihe „Jüdisches Leben in Pommern in der Erinnerung von Deutschen und Polen“ im US Historical Institute statt.
Eröffnet wurde die Veranstaltung von Prof. Agnieszka Szudarek, Direktorin des IH US, und Dr. Paweł Migdalski, Projektleiter. Während des Treffens stellte Frau Karolina Płaczynta vom Zentrum für Antisemitismusforschung (ZfA) der Technischen Universität Berlin das Thema „Polnisch-deutsch-jüdische Beziehungen in den zeitgenössischen Medien: Narrative und Stereotypen“ vor. Die Präsentation war ein hervorragender Ausgangspunkt für eine lange und interessante Diskussion über die Stereotypen und begrifflichen Klischees, die immer noch von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen verwendet werden. Sie finden ein Ventil in verschiedenen Erscheinungsformen von u. a. Antisemitismus und Verschwörungstheorien, die immer wieder im Internet auftauchen und von einem internationalen Forschungsteam untersucht werden, an dem Frau Płaczynta beteiligt ist. Während des Workshops hatten die Teilnehmer auch die Gelegenheit, Beiträge auf verschiedenen Medienportalen zu analysieren, die anlässlich politischer und kultureller Ereignisse erschienen. Es war interessant, sie im Kontext lokaler – Stettiner – Ereignisse und Aktivitäten zu analysieren, was zeigt, wie relativ viel Sprache uns umgibt, was unter günstigen Bedingungen zu einer Eskalation ethnischer, nationaler oder religiöser Konflikte führen kann, und wie wenig wir uns der Bedeutung der Macht der Sprache, die wir benutzen, bewusst sind. Eine wichtige Fortsetzung unserer Diskussion war die Enthüllung eines Wandbildes am 10. November, das die in der Kristallnacht zerstörte Stettiner Synagoge zeigt. Diese Ereignisse begannen auch mit einer langsamen Zunahme von Hassreden und der Verbreitung von Verschwörungstheorien.
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